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In das Land zwischen Inn und Salzach, in den Chiemgau reist der Städter gern zum Vergnügen. Und spätestens dort, wo sanfte Höhenrücken den Ausblick auf Wälder, Hochmoore und Seen eröffnen, weiß er, dass er sich in einer der bezauberndsten Voralpenlandschaften bewegt.
Wer von den nördlichen Ufern des Chiemsees aus dem unbeschwert mäandernden Lauf der Alz folgt, trifft zudem auf bedeutende kulturgeschichtliche Zeugen: das ehrwürdige Kloster Seeon etwa, wo einst Haydn und Mozart Station machten, oder Kloster Naumburg, das die Jakobspilger auf ihrem Weg nach Santiago de Compostella zu passieren pflegten.
Wo sich Alz und Traun aber ganz nahe kommen, liegt die ehemalige herzogliche Veste und Marktsiedlung Trostberg; durch die Jahrhunderte hindurch eine Art Wachtposten, der die Grenze zwischen dem Herzogtum Bayern und dem Hochstift Salzburg markierte. Gegründet haben Trostberg die Grafen von Ortenburg-Kraiburg vor mehr als 750 Jahren, in den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit auch rührt der mächtige Bau von St. Andreas.
Nichts als ein beschaulich abgelegener Marktflecken hätte Trostberg bleiben können. Doch es kam anders, als zu Beginn des 20. Jahrhunderts das am Ort angesiedelte Süddeutsche Kalkstickstoffwerk für neuen wirtschaftlichen Aufschwung sorgte.
Es zog viele Arbeitskräfte an und als sich nach dem Ende des 2. Weltkriegs ein Teil des großen Flüchtlingsstroms auch hierher ergoss, stellte sich jedenfalls für die Seelsorge des Trostberger Ortsteils Schwarzau die Notwendigkeit eines neuen Gotteshauses.
Man gründete 1949 einen Kirchenbauverein, mit der Wahl des Architekten Josef Wiedemann aus München bewies die Gemeinde sehr viel Geschick, und die Pläne waren alsbald umgesetzt: Am 15. August 1951, am Tag Mariä Himmelfahrt, wurde die neue Kirche eingeweiht, als Teil eines ebenso großzügigen wie stilvollen Ensembles mit Pfarrhaus, Kindergarten und Pfarrheim. Dorothea Baumer
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